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Bus Rapid Transit (BRT) | Schnellbusverkehr

Bei Bus Rapid Transit (BRT) Anwendungen kommt der Bus meist als batteriebetriebener Elektrobus oder Hybridbus zum Einsatz aber auch der Wasserstoffbus oder Oberleitungsbus (auch O-Bus oder Trolleybus genannt) wird gelegentlich genutzt.

Bus Rapid Transit (BRT) StationIm ÖPNV kommt heutzutage meist der Hybrid- oder Elektrobus als zweiachsiger 12 m Bus, dreiachsiger 15 m Bus, 18 m Einfachgelenkbus oder auch als Mehrgelenksbus mit Längen von 25 bis 32 m vor.

In vielen mittelgroßen Städten macht ein leistungsfähiges Bus Rapid Transit (BRT) System oder eine Trolleybus-Flotte sogar die Straßenbahn (teilweise sogar U- Bahn) überflüssig. Bus Rapid Transit (BRT) Systeme sind vom MIV (motorisierter Individualverkehr) vollkommen abgeschottet und verkehren auf einer eigenen Trasse. Meistens kommen bei BRT-Anwendungen Batteriebusse mit hohen Passagierkapazitäten in Mehrgelenkausführung zum Einsatz, weshalb sich bei niedrigen Taktzeiten durchaus Transportkapazitäten bis zu 10.000 pphpd erzielen lassen.

Der herkömmliche Diesel- oder Hybridbus als kostengünstiges öffentliches Verkehrsmittel für kleine Kapazitätsanforderungen bis ca. 2.000 pphpd ist in Bezug auf Flexibilität (Streckenführung, Taktzeiten, Kapazität, etc.) nicht zu übertreffen. Die Stärken liegen eindeutig in der Feinverteilung, der flächendeckenden Erschließung in zersiedelten Gebieten, der guten Netzwerkfähigkeit und der leichten Portierbarkeit.

Batteriebus HamburgDem Bus kommt immer auch eine Universalfunktion im ÖPNV zu, indem er oft als Kompromisslösung herangezogen wird, wenn komfortablere und leistungsfähigere Verkehrsmittel an der Finanzierung oder an infrastrukturellen Engpässen scheitern. Studien zeigen, dass der Bus von ÖV-Benutzern nicht sonderlich geschätzt wird. Die Gründe liegen im niedrigen Komfort (Ausstattung, Fahrkomfort), den erheblichen Lärm- und Abgasemissionen bei Diesel- und Hybridbussen und natürlich auch an der Unpünktlichkeit im Mischverkehr, wenn separate Busspuren fehlen.

Busse sind zwar in der Anschaffung günstig, erreichen jedoch in der Regel lediglich eine Abschreibungsdauer von 7 bis 10 Jahren, während z.B. bei Straßenbahnen Abschreibungsdauern von 40 bis 50 Jahren durchaus üblich sind. Bezogen auf die Rollmaterialkosten pro Personenkilometer schneiden andere Systeme wie die Straßenbahn daher eher günstiger ab.

Die Praxis hat gezeigt, dass die Einsparungen von Hybridbussen im Vergleich zu Dieselbussen im realen Betrieb nicht so hoch liegen wie erhofft. Sie bewegen sich im Bereich von 15 bis 20 %. Deshalb lösen heutzutage batteriebetriebene Elektrobusse oder Wasserstoffbusse mit 24 h Verfügbarkeit die herkömmlichen Bus-Technologien ab.

Obgleich die Anpassung der Flottengröße des Busses sehr einfach und rasch geht, ist das in Relation zur Straßenbahn geringe Fassungsvermögen immer noch problematisch. Deshalb geht der Trend hin zu mehrgelenkigen Bussen mit umweltfreundlichen Antriebskonzepten, die für den Straßenverkehr zugelassen sind.