Automated People Mover

Automated People Mover (APM) und Monorail Systeme sind fahrerlose Transportsysteme, die kreuzungsfrei auf aufgeständerten Fahrbahnen verkehren und gehören zur Gruppe von Automated Guideway Transit (AGT) Systemen. Als erfahrene Automated People Mover (APM) Planer und Experten für Engineering und Konstruktion freuen wir uns, Sie bei Machbarkeitsstudien, Systemplanungen, Ausschreibungsspezifikationen, Designprüfungen und Systemabnahmen unterstützen zu dürfen.

Die Technologiebandbreite für Automated Guideway Transit (AGT) ist groß, beginnend mit Monorails (Einschienenbahn, Hängebahn, Schwebebahn), welche auf oder unter einem Fahrbahnträger fahren, über Automated People Mover (APM) Systeme, bis zu Personal Rapid Transit (PRT) Systemen, welche normalerweise beide in einer Fahrbahnwanne aus Beton verkehren.

Während aufgeständerte Monorails oft im urbanen Umfeld im öffentlichen Verkehr und bei sog. Megaprojekten zum Einsatz kommen, haben sich Automated People Mover (APM) Systeme als Verbinder-/Zubringer-Systeme im Flughafenumfeld einen Namen gemacht. Generell kann Automated Guideway Transit (AGT) zugbasiert oder einzelfahrzeugbasiert ausgeführt werden. Beide Fahrbetriebsmittelausprägungen können sowohl selbstfahrend (Fahrbetriebsmittel sind mit Antriebstechnik ausgestattet) oder seilgezogen (Fahrbetriebsmittel sind passiv) ausgeführt werden. Zugbasierte Transportsysteme wie Monorails oder APMs können im “Shuttle”, “Bypass” oder “Pinched Loop” Modus betrieben werden. Der “Pinched Loop” Betriebsmodus erlaubt den Einsatz von mehreren Zügen auf einer Fahrbahnstrecke bzw. Fahrbahnspur.

Einzelfahrzeugbasierte Transportsysteme wie PRT verkehren normalerweise im kreisförmigen „Continuous Movement“ Modus mit äußerst niedrigen Taktzeiten.Generell sind Transportsysteme mit Einzelfahrzeugen für komplexe Streckenführungen mit einer Vielzahl an Zwischenstationen gut geeignet. Die Transportkapazitäten (max. 4.000 pphpd) und die Systemgeschwindigkeiten (max. 10 m/s) sind aber limitiert. Im Gegensatz dazu stellen zugbasierte Transportsysteme gute Lösungen für einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit einer überschaubaren Anzahl an Zwischenstationen dar. Die maximalen Systemgeschwindigkeiten betragen 22 m/s.

Nachfolgend finden Sie einen Auszug aus unseren Automated Guideway Transit (AGT) Referenzprojekten:

Südwest-Linie Graz | Österreich

Auftrag: Machbarkeitsstudie, Planung

Technologie: Automated People Mover (APM), Monorail, Automated Gudeway Transit (AGT)

Kunde: Holding Graz Kommunale Dienstleistungen GmbH

Dauer: 2011 – 2012

Beschreibung:

Die Machbarkeitsstudie für Automated People Mover (APM) und Monorail Systeme beinhaltet die Entwicklung einer neuen Südwest-Nahverkehrslinie und die Integration dieser in ein existierendes öffentliches Nahverkehrsnetz der Stadt Graz. Der Fokus liegt dabei auf fahrerlosen, aufgeständerten und spurgeführten Nahverkehrslösungen (Automated Guideway Transit (AGT)), welche vollkommen unabhängig vom motorisierten Individualverkehr (MIV) betrieben werden können.

Inhalt:

Folgende Themen wurden in der Studie behandelt:

  • Bestimmung der Ausgangslage inkl. Festlegung der Untersuchungsbereiche, Definition der Planungsgrundlagen und Ziele
  • Analyse der Rahmenbedingungen inkl. Darstellung des bestehenden öffentlichen Verkehrsnetzes und der verkehrstechnischen Erschließungspotentiale
  • Untersuchung von möglichen Streckenführungen und Stationsstandorten
  • Erstellung einer Passagierstrom- und Fahrgastzahlenanalyse und Festlegung der Parameter für die Systemleistung
  • Aufzeigen von möglichen Systemtechnologien für den aufgeständerten, vollautomatischen Betrieb inkl. Darstellung der typischen Systemgrenzen und Einsatzgebiete
  • Erarbeitung der Systemanforderungen mit anschließender Systembewertung und -empfehlung
  • Durchführung der Systemauslegung und Systemplanung inkl. Stationsgebäude, Wartungsdepot, Fahrweg, Fahrbetriebsmitteln und Energieversorgung
  • Visualisierung von Stationsgebäude und Strecke inkl. Fahrzeuge
  • Abschätzung der Systeminvestitionskosten und Betriebs- und Wartungskosten

Oakland Airport APM Connector | USA

Auftrag: Beratung

Technologie: Automated People Mover (APM)

Kunde: Siemens AG Österreich

Dauer: 2014 – 2015

Beschreibung:

Oakland Airport Connector APM
Die Arbeiten beinhalteten die Überprüfung und Überarbeitung der Betriebs- und Wartungsanleitung für BART’s Oakland Airport Connector (OAC) Transportsystem, welches Ende 2014 in Betrieb ging.

Der Oakland Airport Connector (OAC) verbindet BART’s Coliseum Haltestation mit dem internationalen Flughafen von Oakland (USA) durch den Einsatz eines aufgeständerten Automated People Mover (APM) Nahverkehrssystems. Alle vier bis fünf Minuten verkehren die Züge zwischen den beiden Haltestellen und machen den Einsatz des früheren „AirBART“ Bussystems überflüssig. Ähnlich wie beim nahegelegenen internationalen Flughafen von San Francisco, bekam auch Oakland ein modernes Flughafenzubringersystem. Das APM System ist ein integrativer Bestandteil des „Bay Area Rapid Transit“ (BART) Verkehrsverbundes.

Inhalt:

Die folgenden Dokumente sind Bestandteil der Betriebs- und Wartungsanleitung:

  • Sicherheitsanforderungen an das System
  • Funktionale Beschreibung des Systems
  • Betriebsanleitung
  • Präventive Wartung
  • Korrektive Wartung
  • Anleitung zur Störungsbehebung

Automated Guideway Transit Strategie

Auftrag: Beratung

Technologie: Automated Guideway Transit (AGT)

Kunde: Systemhersteller für öffentliche Verkehrsmittel

Dauer: 2012 – 2013

Inhalt:

Die strategische Beratung des Unternehmens umfasste folgende Themen, die in einem umfangreichen Bericht zusammengefasst sind:

  • Durchführung einer Technologie- und Mitbewerberanalyse
  • Durchführung einer Kundennutzenanalyse und Einschätzung der Wettbewerbsstellung
  • Analyse der Kostenstruktur und Durchführung eines Preisbenchmarks
  • Bewertung des Produktportfolios und Aufzeigen von Produkterweiterungspotentialen
  • Definition der Produktstrategie inkl. USPs
  • Erstellung einer Marktanalyse und Entwicklung der Marktstrategie inkl. Marktsegmentierung, -daten, -treiber, -erfolgsfaktoren, -bearbeitung, -erweiterungspotential
  • Durchführung einer SWOT Analyse des Unternehmens
  • Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen inkl. Wertschöpfungsanalysen, Konzernsynergien, „Make or Buy“ Strategien
  • Erarbeitung einer Vertriebsorganisation
  • Entwicklung von Projektfinanzierungsmodellen

Neue Mobilitätsformen für den Werksverkehr

Auftrag: Machbarkeitsstudie

Technologie: Elektrobus, Autonome Fahrzeuge, Intermediäre Transportsysteme (Bus-Tram), Automated Guideway Transit (AGT) wie Monorail, Automated People Mover (APM), Magnetschwebebahn, Personal Rapid Transit (PRT)

Kunde: Vertraulich

Dauer: 2018

Beschreibung:

Der Werksverkehr auf dem Firmenareal findet momentan ausschließlich mit Dieselbussen statt. Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, umweltfreundliche und zukunftsweisende Mobilitätsformen für den Werksverkehr aufzuzeigen und neuartige Verkehrskonzepte für den Werksstandort zu erstellen.

Dabei werden Mobilitätsformen für die Fein- und Grobverteilung anhand standortspezifischer und verkehrstechnischer Kriterien bewertet. Außerdem werden Anbindungspotentiale an den ÖPNV, mögliche Nutzergruppen und eventuelle bauliche Einschränkungen untersucht. Basierend auf den Erkenntnissen werden verschiedene Trassenstudien durchgeführt und gegenübergestellt.

Im ersten Schritt liegt der Fokus auf der internen Mobilität von Personen. In weiterer Folge wird die Anbindung an den ÖPNV untersucht, ehe die Adaptierung der Transportmittel für den internen Güterverkehr in die Untersuchungen hineinfließen. Denn neben der hohen Zahl an Personenbewegungen ist am Standort auch ein signifikanter Güterlieferverkehr vorhanden.

Momentan kommt die Mehrheit der Arbeitnehmer mit dem PKW zum Arbeitsplatz. Die ÖPNV- und Radverkehr-Anteile sind gering. Somit sind viele PKW-Stellplätze notwendig, welche durch mehrere Parkhäuser zur Verfügung gestellt werden. Die Parkhäuser erreichen zu den Spitzenzeiten morgens und abends regelmäßig ihre Kapazitätsgrenzen. Dadurch entstehen Staus zu den Schichtwechselzeiten an den Zufahrts- und Abfahrtstrassen des Werkareals.

Die Studie liefert die Grundlage für die Etablierung einer neuen Verkehrsinfrastruktur, um die Mitarbeiter zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu animieren. Ziel ist es, den Modal-Split maßgeblich zu ändern und den Anteil des ÖPNV‘s auf mindestes 25 % zu heben. Außerdem sollen die Verkehrswege innerhalb des Werksgeländes nachhaltig vom Personen- und Güterverkehr entlastet werden.

Inhalt:

Folgende Themen wurden im Zuge der Machbarkeitsstudie behandelt:

  • Analyse der Projektrandbedingungen und örtlichen Gegebenheiten
  • Erstellung einer Verkehrsnachfrageanalyse
  • Vergleich und Bewertung von alternativen Mobilitätsformen des Personennahverkehrs
  • Untersuchung und Bewertung von Verkehrswegekonzepten
  • Entwicklung von Konzepten für den kombinierten Personen- und Güterverkehr
  • Auswahl und Auslegung der ausgewählten Personennahverkehrstechnologien
  • Erstellung von Lageplänen und Längenschnitten
  • Analyse kritischer Umwelteinflüsse
  • Abschätzung der Investitions- und Betriebskosten
  • Entwicklung eines Realisierungszeitplanes
  • Durchführung einer Kosten-/Nutzenanalyse
  • Darstellung der USPs